Rassismus in der Sprache

Sprache ist kein neutrales, passives Medium, mit dem gesellschaftliche Wirklichkeiten ›objektiv‹ abgebildet werden. Stattdessen stellen Menschen durch ihre Wortwahl und ihren Sprechstil u.a. unterschiedliche Sichtweisen und Wirklichkeitsvorstellungen aktiv her. Auch wenn die diskriminierende Wirkung von Sprachhandlungen in der öffentlichen Wahrnehmung oft auf Schimpfwörter beschränkt wird, kommt sprachliche Diskriminierung weit häufiger vor, als es zunächst scheint. In diesem Workshop wollen wir uns mit Sprachanalysen zu konventionalisiert rassistischen Begriffen und Benennungen beschäftigen. Anhand konkreter Begriffsbeispiele soll aufgezeigt werden, wie sprachliche Rassismen analysiert werden können und mit welchen rassistischen Konzepten diese Begriffe verbunden sind.

Die Referentin Natasha A. Kelly ist promovierte Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin mit den Forschungsschwerpunkten race und gender. Die in London geborene und in Deutschland sozialisierte Panafrikanistin ist die gewählte Hauptvertreterin der Europäischen Union im Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen des Berliner Senats (2012 – 2017). Sie selbst versteht sich als „akademische Aktivistin“, die stets versucht Theorie und Praxis miteinander zu verbinden, um die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Transferleitungen zwischen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zu betonen. Die Autorin und Dozentin hat an zahlreichen privaten und staatlichen Einrichtungen in Deutschland und Österreich gelehrt, referiert und moderiert und ist in diversen ehrenamtlichen Projekten engagiert.

 

Referentin: Natasha A Kelly

Veranstalter*in: Referat für Internationale Studierende und Students of Color

Event Timeslots (1)

Mo || 10.10.
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Rost- und Silberlaube, KL 29/239

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