Leben ohne Zukunft – Asylrechtsverschärfungen, Abschiebelager und die Kämpfe dagegen

Es war im Spätsommer 2015, als tausende Menschen die europäischen Grenzen nach einer lebensgefährlichen Flucht erreichten und die deutsche Bundesregierung angesichts der unhaltbaren Zustände an Europas Rändern für einen kurzen Augenblick das unmenschliche Dublin-Abkommen außer Kraft setzen musste.
Viele Menschen in diesem Land machten sich zeitgleich auf, um zu helfen. Sie brachten den Menschen, die sich teilweise wochenlang auf der Flucht befunden hatten, warme Decken und Kleidung. Sie verteilten Essen und Getränke, sie folgten einem spontanen Impuls und taten das, was in so einer Situation das Normalste der Welt sein sollte: Sie halfen – und viele von ihnen helfen noch heute. Noch immer sind Tausende in ehrenamtlichen Willkommensbündnissen organisiert, begleiten Geflüchtete in Notunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen, geben Sprachkurse oder betreuen Kinder. Deutschland zeigte, in den Worten der deutschen Bundeskanzlerin, sein freundliches Gesicht und die Regierungschefin rief eine neue Willkommenskultur aus.
Doch noch während Selfies mit Angela Merkel und Geflüchteten gemacht wurden, bereitete die Bundesregierung diverse Gesetzespakete und Abkommen vor, um die ungebetenen Gäste, die man in der Öffentlichkeit umarmte, in aller Stille wieder los zu werden. Diese Veranstaltung erzählt von der Kehrseite der Willkommenskultur.
Zusammen mit alle bleiben und SolidarnOST möchten wir über die Auswirkungen der vergangenen Asylrechtsverschärfungen auf Rom*nja sprechen, sowie über ihre Kämpfe für ein Bleiberecht in Deutschland. Dazu laden wir euch herzlich ein.
Veranstalter*innen: Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, SolidarnOST

Event Timeslots (1)

Do || 13.10.
-
Regenbogenfabrik, Lausitzer Str. 22 (Kreuzberg)

Share this Post: